Tolles Wochenende mit einem Wermutstropfen

Der ohnehin schon langen Verletzungsliste des TVBS muss mit Nicole Hörterer ein weiterer Name hinzugefügt werden. Sie verletzte sich am Samstag in Ibach am Oberschenkel. Den weiteren angeschlagenen Athleten Iris Inderbitzin, Thomas Bucher, Michael Bucher, Manuel Siegrist und Mario Schalch wünscht der TVBS gute Genesung und hofft, dass alle schnell wieder fit sind und die Jagd auf die für diese Saison gesteckten Ziele möglichst rasch fortsetzen können. Doch gab es am Wochenende auch Erfolgsmeldungen: Einerseits aus Ibach, andererseits aus Stammheim.

Obwohl verletzt, hat Nicole das Lachen nicht verloren.

Obwohl verletzt, hat Nicole das Lachen nicht verloren.

Wie bereits 2013 reiste der TVBS an die sympathischen Regionalmeisterschaften der Region Winterthur und Umgebung, ein Wettkampf des Zürcher Turnverbands. Während der Wettkampf vor zwei Jahren aus Sicht Buttikon-Schübelbachs überhaupt nicht nach Wunsch lief, passierte heuer genau das Gegenteil: (Fast) alles klappte.

Für den grossen Coup war erneut das Team der Gymnastik Bühne verantwortlich. Die Riege um Sabrina Wälti zeigte eindrücklich, dass der Kantonalmeistertitel von Galgenen kein Zufall war. Sie setzten sich gegen 21 (!) Konkurrenten durch und gewannen an den RMS, an der die Kampfrichter doch eher eine strenge Messlatte anwenden, mit der Note 9,31 den Titel. Ebenfalls vollends zu überzeugen vermochte die Stufenbarren-Riege von Michèle Kistler. 9,20 Notenpunkte, Rang drei (von 40 Riegen!), dies mit nur 0,1 Punkten Rückstand auf den ehemaligen Schweizer Meister und Spitzenverein DTV Neftenbach. Exploits auf etwas tieferem Niveau durften die Ring- und Barrenturner feiern. Mit der Note 8,98 belegte das Schaukelring-Team von Urs Wallimann Rang vier von 16 gestarteten Vereinen, Remo Bodmers Truppe am Barren holte 8,63 Punkte und somit den achten Rang von 25 Sektionen. Im Hinblick auf das Turnfest in Büren, an dem alle vier schätzbaren Disziplinen im dreiteiligen Vereinswettkampf starten, war die RMS ein totaler Erfolg.

In der Leichtathletik gab es drei weitere Siege zu feiern. Im Kugelstossen, Steinstossen und Schleuderball blieb der TVBS deutlich über der Maximalnote. Überragend waren dabei Nico Marthy (12,44 Stein, 17,04 Kugel, 56,63 Schleuder), OT Walter Bodmer (15,75 Kugel, 58,66 Schleuder), Remo Bodmer (10,57 Stein, 15,94 Kugel, 57,79 Schleuder) und Simone Züger (9,46 Stein, 10,47 Kugel, 41,23 Schleuder). In der dritten Wurf-Disziplin, dem Wurfkörper, blieb ein Spitzenplatz wie erwartet aus.

Im Weitsprung hatte man an diesem Tag ebenfalls keine hohen Ambitionen, Rang acht von 52 Vereinen war dennoch ein kleiner Erfolg. In der Pendelstafette hatten die Turnerinnen und Turner grosse Freude an der gelaufenen Zeit und der ausgerechneten Note 9,98 auf der abfallenden und löchrigen Wiese. Für solche «Acker» hat der Schweizerische Turnverband in diesem Jahr die neue Wertungstabelle «Wiese» eingeführt, damit Veranstalter von schönen Rasen (wie einem Fussballplatz) und – übertrieben gesagt – Kuhwiesen unterscheiden können. Die Wettkampfleitung der RMS wandte dennoch die Wertungstabelle «Rasen» an… Der TVBS wurde aber natürlich nicht benachteiligt, alle Vereine hatten dieselben Voraussetzungen. Buttikon-Schübelbach ersprintete sich die gute Note 9,54 und den zwölften Rang von 76 Vereinen.

TVBS an den Einkampfmeisterschaften

Aufgrund der Verletzungen und dem Einsatz in Stammheim waren in der Elite-Kategorie der Männer keine TVBS-Athleten am Start. Trotzdem reisten die Obermärchler mit einer stattlichen Anzahl Leichtathleten nach Ibach.

Dario Mazzoleni wurde über 110 Meter Hürden der U18 Kantonalmeister, qualifizierte sich über 100 Meter für den Final, wurde im Hochsprung Vierter, im Weitsprung Dritter und im Kugelstossen Sechster. Andreas Bachmann klassierte sich im U18-Weitsprung auf Rang sechs. Daniel Hegner startete in der Altersklasse U16. Im 600-Meter-Lauf lief er als Achter über die Ziellinie, im Hochsprung wurde er 13. David Bellé verpasste über 60 Meter der U14 den Finaleinzug wie Bruno Simoes knapp. Bellé wurde dazu über 600 Meter wie auch im Weitsprung Sechster, Simoes im 80-Meter-Hürdenlauf Neunter und im Weitsprung 23. Im Ballwurf fand sich Bellé auf Rang acht, Simoes auf Rang 14 wieder. Jens Bruhin schliesslich, er startete in der Kategorie U12, konnte gleich drei Medaillen mit nach Hause nehmen. Im 60-Meter-Final und im Hochsprung wurde er Zweiter, im Weitsprung Dritter und über 600 Meter Siebter.

Grosses Pech bei den Damen hatte Nicole Hörterer. Im 100-m-Vorlauf war sie in 12,26 Sekunden (neuer Vereinsrekord) klar die schnellste. Im Final war sie auf Titelkurs, dann wurde sie aber von einer Oberschenkelverletzung gestoppt. Dass «Nici» gut in Form ist, bewies sie auch mit dem zweiten Rang und 5,65 Meter im Weitsprung. Katja Bachmann (U16) zeigte über 80 Meter eine starke Leistung, verpasste den Finaleinzug aber genauso knapp wie Nina Ruoss. Im Hürdensprint wurde Bachmann Sechste und im Weitsprung Zehnte, während Ruoss den Hochsprung auf Rang sieben, den Weitsprung auf Rang 25 und das Kugelstossen auf Rang 7 abschloss. Ein Altersklasse tiefer war Corinne Züger am Start. Den 60-Meter-Vorlauf beendete sie auf Rang vier, das 600-Meter-Rennen auf Rang zehn und den Hürdensprint auf Rang acht. Im Hochsprung und Kugelstossen verpasste Züger die Medaillen mit den Rängen fünf und sechs knapp, im Weitsprung landete sie auf Rang 18. Lara Lengacher (U12) erreichte die Zeitschranke im Sprint-Vorlauf als Siebte, im grossen Weitsprung-Feld reihte sie sich auf Rang 32 auf. Im Ballwurf war Lengacher von 31 angetretenen Mädchen auf Rang elf zu finden.

Ebenfalls aktiv war Carla Inderbitzin. Sie klassierte sich am Mehrkampfmeeting in Lustenau mit starken 4732 Punkten auf dem zweiten Rang des Siebenkampfs der Frauen.

Die Ranglisten sind hier zu finden.

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Erstes «Turnfest» der Saison

Mit dem Car reisen am Sonntag 50 Turnerinnen und Turner an die Regionalmeisterschaften in Stammheim. Zuvor stehen am Samstag noch die kantonalen Einkampfmeisterschaften in Brunnen an, wo jüngere und ältere Leichtathleten des TVBS am Start sein werden. 

Wisst ihr noch? Nachdem es 2013 monatelang ununterbrochen geregnet hat, zeigte sich an den RMS in Markthallen erstmals die Sonne.

Wisst ihr noch? Nachdem es 2013 monatelang ununterbrochen und monsunartig geregnet hat, sich Iglus vor lauter Kälte schon selber bauten und sich in Schübelbach Eisbären einnisteten, zeigte sich Anfang Juni an den RMS in Marthalen tatsächlich die Sonne.

Wie schon vor zwei Jahren nimmt die Sektion des TVBS an den WTU-Regionalmeisterschaften teil. WTU – Winterthur und Umgebung – ist eine von drei Regionen des Zürcher Turnverbands. Die Regionalmeisterschaften sind zu Vergleichen mit den KSTV-Vereinsmeisterschaften – mit dem Unterschied aber, dass die RMS eine bis zwei Schuhnummern grösser sind. 2013 reiste Buttikon-Schübelbach als Vorbereitung auf das Eidgenössische Turnfest an diesen Wettkampf nach Marthalen. Lange dominierte Kälte und Regen, in Marthalen kam dann endlich die Sonne wieder zum Vorschein. Ein paar Strahlen dürften auch am Sonntag denn Weg auf den Wettkampfplatz finden. Der TVBS freut sich auf das Kräftemessen mit unbekannten Vereinen und auf unbekanntem Terrain. Buttikon-Schübelbach startet wie folgt:

1. Wettkampfteil (ab 09.40 Uhr): Steinstossen, Schulstufenbarren
2. Wettkampfteil (ab 11.45 Uhr): Barren, Weitsprung, Wurf
3. Wettkampfteil (ab 11.35 Uhr): Gymnastik Bühne, Schleuderball, Pendelstafette
4. Wettkampfteil (ab 15.00 Uhr): Fachtest Allround, Kugelstossen, Schaukelring

Das obligatorische Abschlusstraining startet um 20 Uhr.

Bereits am Samstag finden in Brunnen die Kantonalen Einkampfmeisterschaften statt. Einige TVBS-Athleten werden dort am Start sein und ihr bestes Versuchen.

Auf ein erfolgreiches Wochenende.

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Ein Wochenende für die Geschichtsbücher

Ein Zehnkämpfer am Mehrkampfmeeting in Götzis, im Dress eines Turnvereins: Was Jan Deuber am Wochenende erlebte, wird in die Annalen des TV Buttikon-Schübelbach eingehen. 

Jan Deuber; der Ebenso-Publikumsliebling Keisuke Ushiro und Fans.

Jan Deuber; der Ebenso-Publikumsliebling Keisuke Ushiro und Fans.

Mit 7206 Punkten knackte Deuber in Götzis inmitten der Zehnkampf-Welteltite die Limite für die U23-EM in Tallinn. Allein schon der Start beim besten und prestigeträchtigsten Mehrkampf-Meeting der Welt bescherte Deuber und dem TVBS eine Sternstunde. Einige Vereinsmitglieder haben sich Gedanken um Jans Auftritt gemacht – und diese hier niedergeschrieben.

Die Erinnerungen sind noch präsent: Als junge Zehnkämpfer pilgerten wir jeweils nach Götzis, um unsere Idole live zu sehen. Zu sehen, wie der für Finnland startende Kasache Eduard Hämäläinen nach jeder Disziplin eine Rauchpause hinter dem Stadion einlegte oder wie der Este Erki Nool mit 8,10 Metern einen neuen Zehnkampf-Weltrekord im Weitsprung aufstellte. Das alljährliche Kräftemessen der Weltbesten hat uns ebenso geprägt, wie für die nächsten Trainings motiviert. Nun sind wir – nach beinahe 20 Jahren Unterbruch – wieder im Mösle-Stadion. Auch diesmal wollen wir den Besten zuschauen. Und wie damals sehen wir grosse und durchtrainierte Athleten in den Nationaltrikots der USA oder von Kuba. Doch der eigentliche Grund unseres Erscheinens ist ein anderer. Einer der Unseren darf mittun, darf in Götzis starten – und zwar nicht an den Vorarlberger-Meisterschaften, sondern am weltbekannten Hypo-Meeting. Noch immer hört sich dies für mich unrealistisch an… Was Jan dann in unserem blauen Vereinsdress abgeliefert hat, wie er sich vom ganzen Drumherum nicht aus dem Konzept bringen liess und wie er so zu einem der Publikumslieblinge avancierte, das hat mich schlichtweg überwältigt. Ich bin einfach nur stolz! Präsi


Für mich isch er eifach de «Gröschti» gsi!! Und etz no s Wichtigste: Jan, d Frisur het immer gstumme!
Nici


Götzis klingt nicht gerade wie Rom, London oder Paris und trotzdem ist es das bestbesetzte Mehrkampfmeeting der Welt. Das Teilnehmerfeld ist beinahe identisch wie bei den Weltmeisterschaften oder den Olympischen Spielen. 2001 nahm mich mein Bruder Remo das erste mal mit nach Götzis, da stellte Roman Sebrle auch gleich einen neuen Zehnkampf-Weltrekord auf. Seither bin ich von diesem Meeting fasziniert, fahre regelmässig in dieses Mehrkampf-Mekka oder schaue mir das Meeting im Fernsehen an.

Ja und in diesem Jahr war unser Jan mitten drin. Mitten zwischen fast Zwei-Meter-Schränken stand er dann auch beim Start zum 100m-Lauf, dies löste nicht nur bei mir, sondern auch bei ganz vielen anderen Zuschauern und wohl auch einigen Athleten selbst, ein kleines Schmunzeln aus. Schnell kam nach den ersten Disziplinen aber eine grosse Bewunderung hinzu und spätestens beim Hochsprung hatte er alle Fans auf seiner Seite.

Es ist typisch Jan, als es ihm nach den Seriensiegen im 400m und im Hürdenlauf – bei denen er gestandene Olympiateilnehmer in die Schranken wies – fast ein wenig peinlich war, dass tausende Zuschauer ihm für seine Leistungen zu jubelten. Mit seiner bescheidenden, sympathischen Art wurde er zu einem der Publikumslieblinge im legendären Mösle-Stadion. Er sorgte dafür, dass die rund 50 mitgereisten Vereins-, Familien und Teammitglieder mit geschwellter Brust durchs Stadion marschierten und immer wieder von faszinierten Zuschauern angesprochen wurden.

Jan, du hast bei mir und den anderen Fans in diesen zwei Tagen für Lacher und Glücksgefühle, aber auch für viele nervenaufreibende Momente gesorgt. Du hast der ganzen Mehrkampfwelt gezeigt, was diesen Sport so faszinierend macht. Dieses Wochenende wird nicht nur bei dir, sondern auch bei mir für immer in Erinnerung bleiben! Ich gratuliere dir zur U23-EM-Limite und wünsche dir in Tallinn einen ebenso erfolgreichen Wettkampf! Ein überaus stolzer OT. Wäde


Jan, was du gleischtet hesch, isch schlicht und eifach grossartig gsi! Vill Glück in Tallinn!
Carla


De Jan hed a dem Wucheend  bewise, dass Zehkampf luege definitiv cha spannend si und Spass mache und endlich wieder mol en Eidgenoss in Götzis wo Biss zeiged het. Bi mir sicher, dass mir nächscht Johr wieder chönd areise und de Jan i d’Nöchi vu 8000 Pünkt tribe. Wer weiss, vielliecht chö mer ja grad zwei vu üsem Verein bestune…
Remo


Was für ein Wochenende! Mit Jan zusammen erlebten wir einen Zehnkampf mit Höhen und Tiefen, vielen unglaublichen Szenen und schlussendlich der U23-EM-Limite. Für uns alle war es ein einmaliges (obwohl, ich hoffe es bleibt nicht bei dem einen Mal) Erlebnis. Die Offizielle Homepage berichtet über mehrere Weltrekorde von diesem Wochenende. Wir haben mehr Rekorde aufgestellt: Den kleinsten Athleten im Feld, die meisten Fans, der einzige Fan-Corner (Jans’s Fan-Ecke) die lautesten Fans mit Trichle, am meisten Zack gegessen, und vor allem den Publikumsliebling in unseren Reihen. Einfach unvergessliche 2 Tage!!! Danke Jan!
Nico


Nach seinem super und auch nervenstarkem Zehnkampf und der geschafften EM-Quali hat Jan die elfte Disziplin in Götzis in Angriff genommen: Fotos und Autogramme schreiben für seine vielen Fans. Jan, nochmals herzliche Gratulation. Auch für mich war es ein eindrückliches Erlebnis.
Iris


«Jan Deuber, ein glänzender Hochspringer, hier mit einem guten Versuch. Dabei ist er weiss Gott kein Riese», kommentierte ORF. Aber für die meisten Zuschauer war er der Grösste. Die Haare schneiden kurz vor dem Wettkampf hat sich für Jan allemal ausbezahlt, da er jetzt auf Hunderten von Fotos und Selfies verewigt ist.
Sigi


Bisher konnte ich immer meine kleine Körpergrösse als Ausrede bringen, warum ich kein guter Mehrkämpfer bin. Bisher… Jan, der TVBS ist stolz auf dich!
Zügi

Jan: Klein, aber oho! Baumi

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Rangliste des 4. Schlüüder Cup

ist online.

Mehr folgt.

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