Und gleich nochmals Schwung geholt

Die grandios organisierten Vereinsmeisterschaften auf den heimischen Anlagen in Buttikon zeigten: Wir sind parat für Aarau.

Bild: tvsiebnen.ch

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Es war toll. Vor einem Jahr schon, als in Buttikon das Kantonalturnfest über die Bühne ging. Nun aber, da mussten wir uns um nichts mehr anderes als den Sport kümmern. Das Organisieren, Arbeiten, Aufräumen – das alles war heuer Pflicht des Turnverein Siebnen. Wir sagen danke für den grandiosen Anlass!

Grandios war auch das Abschneiden des TVBS an den Festspielen der Schwyzer Turnlandschaft. Sieg auf der Gymnastik Bühne, am Schulstufenbarren, im Hochsprung. Podestplätze im Weitsprung, Pendellauf, Schleuderball, Steinstossen, am Barren. Die deutlich gefestigten Übungen an den Schaukelringen. Es gab an diesem Pfingstsamstag aber weit Wichtigeres. Erlebnisse, positiv wie negativ. Emotionen, die wir mit nach Aarau tragen werden.

Bild: tvsiebnen.ch

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Da war die Gymnastik-Riege, die mit ihren Auftritten die Turnhalle zum Kochen brachte. Da war der Hochsprung der Männer, bei dem jede übersprungene Höhe von dutzenden TVBS-Turnern und -Anhängern beklatscht wurde. Da waren die jungen Turnerinnen (Jahrgänge 2006 und 2007) aus der Leichtathletik-Riege, die in Buttikon erstmals Luft schnuppern durften bei den Aktiven und so unbeschwert, erfrischend und ständig lachend auftraten, dass es extrem Spass machte, ihnen zuzuschauen.

Es ist klar, für wen die Stufenbarren-Riege in Aarau nun doppelt und dreifach abgeht… Bild: Albert René Kolb

Es ist klar, für wen die Stufenbarren-Riege in Aarau nun doppelt und dreifach abgeht… Bild: Albert René Kolb

Da war aber auch ein übler Unfall beim Einturnen zum Stufenbarren. Die Leaderin, verletzt. Die 13 Turnerinnen steckten den Schock vorerst weg, zeigten einmal mehr eine einwandfreie Übung. Traurig waren danach trotzdem alle. Aber auch zuversichtlich. Sofort steckte man die Köpfe zusammen, stellte im Hinblick auf Aarau die Übungen um. Und man beschloss, für die verletzte Chefin alles zu geben, für sie eine grossartige Note zu holen. Wenn es denn etwas Positives aus dem Vorfall herauszuziehen gilt, dann, dass die Riege noch näher zusammenrückte.

Zusammen. So gehen wir nach Aarau. Am Donnerstag gehts los. Wir sind parat!

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Ein Feuerwerk im Zürcher Weinland

Ist der TVBS bereit für das Eidgenössische Turnfest? Spätestens seit Sonntag kann diese Frage mit Ja beantwortet werden. Was an den Regionalmeisterschaften in Trüllikon abging, sprengte jede Vorstellungskraft. 

 

Die ganze Turnerschar des Turnverbands Winterthur und Umgebung verwandelte das riesige Festzelt in Trüllikon zum Start der Rangverkündigung in eine Festhütte. Aus weit über 1000 Kehlen wurde das Turnerlied gesungen, und jeder Sieger wurde mit riesigem Applaus beglückwünscht. Die grandiose Stimmung zum Schluss der WTU-Regionalmeisterschaften setzte einem perfekt organisierten Anlass die Krone auf. Erwähnenswert: Obwohl praktisch das ganze Festgelände aus dem Boden gestampft wurde, fanden die mehr als 3000 Teilnehmer perfekte Anlagen vor. An dieser Stelle ein grosses Kompliment an die Organisatoren!

Ein grosses Kompliment geht auch an die Turnerinnen und Turner des TVBS. Was zwischen der Abfahrt mit zwei Cars um 6 Uhr bis zur Rückkehr um 22 Uhr abging, war mehr als beeindruckend. An der Rangverkündigung wurde Buttikon-Schübelbach wieder und wieder aufgerufen – trotz starker Konkurrenz der einheimischen Vereine.

Ein Start nach Mass

Wir fuhren ins Zürcher Weinland, um das ETF zu simulieren. Die Wettkämpfe wurden in derselben Reihenfolge absolviert, wie es in Aarau der Fall sein wird. Und auch ungefähr zur selben Zeit. Frühmorgens ging es los.

Es fing an mit der Pendelstafette, dem Kugelstossen und am Stufenbarren. Ein perfekt präparierter Rasen liess schnelle Zeiten im Sprint zu. Man wusste: Es gilt die Note von 10,17 des TV Azmoos zu schlagen. Die schnellsten Acht des TVBS erfüllten diese Aufgabe souverän. 10,36 stand auf dem Notenblatt. Sieg Nummer 1 war in der Tasche. Ebenfalls beindruckend: Die Note 9,34 mit 26 TurnerInnen.

Wie es am ETF in drei Wochen der Fall sein wird, wurden gleichzeitig Kugeln gestossen. 19 Männer und eine Frau holten sich die Note 9,29. In der RMS-Wertung – in allen messbaren Disziplinen waren die Top-8 ausschlaggebend – gab es die Note 10,66, womit der ebenfalls starke TV Weisslingen deutlich in die Schranken gewiesen werden konnte. Sieg Nummer 2 war in der Tasche.

Dann war da noch die Stufenbarren-Riege, die sich in einer unglaublich guten Form befindet. Dass die Übung da und dort ein paar Patzer beinhaltete, kann passieren. Dass man dem x-fachen Schweizer Meister Neftenbach um 0,03 Punkte unterliegt, ebenfalls. Die Note 9,46 für eine nicht perfekte Übung lässt sich mehr als nur sehen.

Ein Weitsprung-Wettkampf für die Geschichtsbücher

Eine Stunde Pause gönnte man sich, dann ging es mit Weitsprung, Schleuderball und an den Schaukelringen weiter. Ungebremst setzte der TVBS seinen ungeheuren Lauf fort. Die RingturnerInnen rehabilitierten sich für ihren missglücken Auftritt am Leuberg Cup. In Punkto Synchronität wurde ein riesiger Schritt nach vorne gemacht. Dies bestätigte auch die Note: 8,72 Punkte gab es, dazu Rang sechs. Hut ab!

Wer gleichzeitig den Schleuderball-Wettkampf beobachtete, kam gar nicht erst auf die Idee, dass die Disziplin einst eine Zitterdisziplin war. Durchgehend wurden starke Weiten erzielt. Bei den vielen Eingesetzten – drei Turnerinnen und 17 Turner holten die Note 9,21 (!) – alles andere als selbstverständlich. Das Gezeigte reichte zum Sieg Nummer 3. Die Top 8 holten sich die Note 10,73 und hatten damit einen Viertelpunkt Vorsprung auf «Wislig».

Ein weiterer Höhepunkt ging auf der Weitsprung-Anlage ab. Das enorm junge Team  wuchs in krasser Art und Weise über sich hinaus. Neun Frauen und neun Männer holten sich die Höchstnote! Genau, ein Zähni mit 18 TurnerInnen. Und die Top 8 sicherten mit 11,02 Notenpunkten Sieg Nummer 4. Zugegeben: Die Anlage war schlichtweg perfekt. Aber diese Weiten müssen erst einmal gesprungen werden. Der Schreibende behauptet jetzt einfach mal so: Das war einer der besten Weitsprung-Wettkämpfe in der TVBS-Geschichte.

Bestleistungen und Erfolgserlebnisse der Jungmannschaft

Nochmals stand eine Pause an. Und nochmals ging der TVBS ab. Im Speerwerfen musste er sich zwar dem starken TV Wiesendangen beugen. Die Note 9,94 (9,54 mit zehn Athleten) reichten aber zum zweiten Rang.

Dafür gab es im Steinstossen Sieg Nummer 5 zu feiern. Vor dem Ebenfalls-Gast Zihlschlacht reichte die Höchtnote 10,00 für den Sieg. Unsere 20-köpfige Riege holte dabei die Gesamtnote 9,06.

Ebenfalls um diese Zeit war das wohl jüngste Hochsprung-Team der TVBS-Geschichte in der Zürcher Mittagshitze im Einsatz. Die Note 9,00 kam in die Wertung, die Note 8,21 gab es für zwölf TurnerInnen. Rang zehn von 37 gestarteten Vereinen war die Ausbeute. Noch wichtiger: Viele persönliche Erfolgserlebnisse und Bestleistungen und strahlende Gesichter der Jungmannschaft.

Die Gymnastikerinnen gehen ab und ab und ab…

Einen vierten Wettkampfteil – das gibt es nur an den RMS. Müde waren wir ob diesen ungewohnten Umständen jedoch keineswegs. Im Gegenteil. Die Gymnastik-Bühne-Riege hatte mit ihrem Programm zum gefühlt 100. Mal von Beginn an das Publikum und zum Schluss auch die Wertungsrichter auf ihrer Seite. Das geniale Programm reisst auch beim 100. Anblick noch immer mit. Die Note 9,66 war aufgrund der Ergebnisse vergangener Jahre schon fast zu erwarten – und dennoch ist es nicht hoch genug einzuschätzen, wie gute Punktezahlen die Riege immer und immer wieder einfahren kann. Rang zwei hinter der Spitzenriege Seuzach, wie der SSB-Riege fehlten nur 0,03 Punkte zum Sieg.

Die Barrenturner gingen derweil mit einer grossen Ruhe und ohne spürbare Nervosität an die Holmen. Sie waren überzeugt, die Note 9 wie am Leuberg Cup knacken zu können. In der Einzelausführung, das zeigte das Programm, gehören wir nach wie vor ganz knapp nicht zur Weltspitze. In Punkte Synchronität aber, da ging in den vergangenen Jahren immer mehr. Dann kam die Note: 9,36! Mehr als ein Aufsteller. Es ergab den verdienten vierten Rang.

Wislig: Der Weitwurf gehört euch!

Zuletzt wurde auch die ungewohnte Disziplin Weitwurf bestritten. An der Rangverkündigung folgte die Überraschung: Sieg des TVBS, mit 10,32 Punkten. Die Note erschien hoch. Zu hoch. Ein Blick auf die Rangliste bestätigte die Vermutung: Dem Rechnungsbüro ist ein Fehler unterlaufen. Leistungen der Männer wurden den Frauen angerechnet. Kann bei der Auswertung von tausenden Resultaten passieren. Eine gute Nachricht für den TV Wislig: In dieser Disziplin konnten wir nichts ausrichten, auch wenn es die Rangliste anders sieht.

Minim ausufernd, dann ereignislos

Eine kurze, nur ganz minim ausufernde Feier nach der stimmungsgeladenen Rangverkündigung und eine fast komplett ereignislose Heimfahrt im Car – dann war man zurück im Gutenbrunnen. Am Montag der Blick zurück und der Gedanke: Krass, was da abging. Und am Montagabend: Mehr als 50 TVBS-ler waren in Buttikon und Schübelbach bereits wieder im Training anzutreffen. 30 alleine im Pendelstafetten-Training.

Nun folgen am Samstag die Vereinsmeisterschaften. In Buttikon. Heimspiel.

Und dann geht es nach Aarau. Wenn uns dort Ähnliches gelingen würde wie in Trüllikon, dann wäre das irgendwie schon noch toll…

Rangliste der RMS? Hierlang…

 

 

 

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Titel, Medaillen und Rekorde

Mit den Einkampfmeisterschaften in Glarus, dem Schlüüder Cup in Schübelbach und den kantonalen LMM-Meisterschaften in Wangen gehören drei tolle Anlässe bereits wieder der Vergangenheit an. 

Die Einkampfmeisterschaften in Glarus waren eine ideale Plattform, damit sich die Leichtathletinnen und Leichtathleten auf die kommenden Wettkämpfe vorbereiten können. Und die TVBS-Abteilung war im Glarnerland erfolgreich unterwegs. Zum Beispiel die Kinder und Jugendlichen, die mit viel Begeisterung und Leidenschaft ihre Wettkämpfe absolvierten. Sina Lehmann gewann im Kugelstossen und Diskuswerfen gleich zwei Titel. Cosima Risch im Weitsprung und über 80 Meter zwei Medaillen. Katia Bachmann im Hoch- und Weitsprung sowie Hürdensprint ebenso, und auch Flavian Diethelm kehrte medaillengeschmückt zurück. Einen kompletten Medaillensatz gar ging an Jens Bruhin, dies mit Bronze im Hochsprung, Silber im Weitsprung und Gold im Hürdensprint. Bei den Aktiven sorgten Nicole Hörterer, Iris Inderbitzin, Carla Inderbitzin, Dario Mazzoleni und Thomas Bucher für Medaillengewinne.

Am Mittwoch vor Auffahrt lud der TVBS dann zum bereits achten Schlüüder Cup ein. Das Wetter spielte zwar nur teilweise mit – tolle Weiten gab es trotzdem zu verzeichnen. Mit Marco Brandalise gab es einen alten Sieger und mit Karoline van der Heide eine neue Siegerin. Übrigens: Fotograf Bruno Füchslin hat ein paar Bilder geschossen.

Am Auffahrtsdonnerstag dann lud der STV Wangen zu den LMM-Kantonalmeisterschaften. Alle vier angetretenen TVBS-Teams konnten sich Medaillen sichern. Sarina Bruhin, Lorena Willi, Lina Meier und Svenja Kühne durften in der U14-Kategorie Bronzemedaillen in Empfang nehmen, und das Jugend-Mixed-Team (Reto Fässler, Flavian Diethelm, Daniel Keller, Cosima Risch, Corinne Züger, Selina Eberhard) durfte sich gar über Silber und eine unglaublich gute Punktzahl freuen. Die Frauen und Männer durften für den TVBS zwei Kantonalmeistertitel einfahren.

Hier geht es zu den Ranglisten.

Die Sektionsturner freuen sich nun auf die Regionalmeisterschaften in Trüllikon. Wir werden zu 80igst an den Wettkampf in den Norden des Kantons Zürich reisen.

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Tuggen, Landquart, Zuckenriet

«Märchlerdüütsch», Bündnerdeutsch, Ostschweizer Dialekt – auf den drei Wettkampfplätzen, auf denen der TVBS am Wochenende im Einsatz war, sprach man unterschiedlich. Etwas aber war gemein: Tolle Leistungen. 

In Landquart fand das traditionelle Mehrkampf Meeting statt. Seit mittlerweile Jahrzehnten sind immer wieder Athleten des TVBS auf der windigen Anlage am Tor zum Bündnerland am Start. Heuer waren dies Dario Mazzoleni, Roman Baumgartner, Flavian Diethelm und Corinne Züger. Im Zehnkampf der Männer holte Mazzoleni 5753 Punkte und damit genau 400 Zähler mehr als Baumgartner. Mazzoleni gelang ein durchwegs solider Wettkampf; am meisten Punkte holte er in den Lauf-Disziplinen (11,61 über 100m, 51,40 über 400m, 16,18 über 100mHürden und 4:36 im 1500er). Baumgartner gelangen nicht alle Disziplinen nach Wunsch. In einer noch jungen Zehnkampf-Karriere deutlich über 5000 Punkten zu bleiben, kann sich aber mehr als sehen lassen.

Flavian Diethelm verpasste die 5000 Punkte bei den U18-Athleten knapp. Mit 12,14 Sekunden über 100 Meter, 5,90 im Weitsprung, 1,73 im Hochsprung, 3,30 im Stabhochsprung oder 40,95 Metern im Speer gelangen ihm aber in verschiedenen Disziplinen sehr starke Leistungen.

Siebenkämpferin Corinne Züger blieb im Speerwerfen leider ohne gültiges Resultat. Ansonsten hätten natürlich deutlich mehr als 2602 Punkte herausgeschaut. Sie wird ihre nächste Chance im Siebenkampf am Eidgenössischen Turnfest auf jeden Fall packen.

Ebenfalls in Landquart weilte TVBS-Präsident Manuel Siegrist. Da der TV Landquart im Juni 2018 so freundlich war und für das Kantonalturnfest gratis Material zur Verfügung stellte, fassten wir den Entschluss, dem Mehrkampf-Meeting die Siegerpreise für den Zehnkampf der Männer und den Siebenkampf der Frauen zu spenden. Diese wurden von Siegrist übergeben.

Tolle Stimmung am Märchler Derby

Wetterglück und eine tadellose Organisation prägten das diesjährige Märchler Derby, das vom STV Tuggen durchgeführt wurde. Die sportlichen Belange wurden erstmals vom Dany Bruhin geleitet. Das Leiterteam des TVBS und viele Eltern feuerten die rund 80 Mädchen und Knaben des TVBS des ganzen Tag über an. Unter den Jungturnern herrschte eine tolle Stimmung, auch wenn die Wartezeit zwischen allgemeinem Wettkampf und Stafetten am Sonntag etwas gar lang war. Für das ETF – zum ersten Mal geht die Jugend-Sektion an einem Eidgenössischen an den Start – zeigten sich die Knaben und Mädchen bereit.

Fast tadellose Leistung in Zuckenriet

Einmal mehr waren die Sektionsturner am Leuberg Cup im Einsatz. Etwa alle zwei Jahre reisen die Riegen in Barren, Stufenbarren, Schaukelringe und Gymnastik Bühne in die Ostschweiz, um an diesem tollen Wettkampf von sympathischen Organisatoren mitzumachen. Der TVBS war gespannt, was die Wertungsrichter zu den ersten Vorführungen des Jahres zu sagen hatten. Das Angebot, dass sich Riegenleiter unmittelbar nach dem Wettkampf ausführlich mit den Wertungsrichtern über die Übung unterhalten können, wird sehr geschätzt.

Den Start mache die Schaukelring-Riege. Sehr kurzfristig mussten Wechsel im Anstösser-Team vorgenommen werden. Dies konnte nicht kaschiert werden. Ausserdem gelang den Turnerinnen und Turnern allgemein kein zufriedenstellender Wettkampf. Es schlichen sich ganz einfach zu viele Fehler ein. Fehler, die es für die kommenden Wettkämpfe auszumerzen gilt. Mit der Note 8,30 gab es zum Saisonstart einen Dämpfer zu verzeichnen.

Alles andere als einen Dämpfer gab es für die Gymnastik-Riege. Das von Sabrina Hüppin geplante Programm wurde in den vergangenen Jahren von den Zuschauern und Schiedsrichtern an jedem einzelnen Wettkampf hochgelobt. Dies änderte sich auch 2019 nicht. Sichtlich angetane Zuschauer liessen sich von der kurzweiligen Übung mitreissen. 9,47 Punkte hiess das Verdikt aus der Vorrunde – damit zog die Riege auf Rang 1 ins Finale ein.

Genau dasselbe, allerdings mit der Note 9,49, schaffte die Stufenbarren-Riege. Auch wenn spätestens nach dem Sieg am Gym-Day und Rang 8 an der SM im Jahr 2018 klar ist, dass sich die Riege von Michèle Kistler vor keiner Konkurrenz zu verstecken braucht, kam es doch ein wenig überraschend, dass man in der Vorrunde sämtliche 29 anderen Riegen hinter sich lassen konnte. In diesem starken Teilnehmerfeld fungierten nämlich fünf der Top-10 der SMV 2018 und weitere Spitzenriegen, die in Burgdorf nicht am Start waren. Rang 1 war ob dem Gezeigten jedoch verdient.

Die Barrenriege schliesslich zeigte einmal mehr, dass sie fähig ist, Jahr für Jahr einen Schritt vorwärts zu machen. Die Truppe von Remo Bodmer zeigte in Sachen Synchronität eine der besten Übungen der letzten Jahre. Gerade noch reichte es zu einer Note über der «Neun» (9,01). Diese «Neun» wäre durch einen groben Schnitzer des Schreibenden  beinahe verhindert worden. Aber eben nur beinahe.

Steigerung im Final

Nachdem eine zehnköpfige Truppe in der Pendelstafette mit der Note 8,99 auf Rang neun gelaufen war, waren die Turnerinnen und Turner sowie mitgereisten Fans des TVBS sehr gespannt auf die Finals. Zuerst war die Gymnastik-Riege dran. Sie turnte gar noch besser als in der Vorrunde. Die Wertungsrichter sahen dies genauso und gaben 9,53 Punkte. Gegen den starken TV Münchwilen, der für seine vor allem im Bereich Technik beeindruckende Performance 9,71 erhielt, war aber nichts auszurichten. Rang zwei am Leuberg Cup ist dennoch eine genauso schöne Belohnung wie der grosse Applaus der begeisterten Zuschauer. Die Gymnastik-Riege befindet sich schon seit vielen Jahren auf dem richtigen Weg und wird diesen im Eidgenössischen Jahr kaum verlassen.

Zu begeistern vermochten auch die Stufenbarren-Turnerinnen. Mit einer beeindruckenden Synchronität überzeugten sie Zuschauer genauso wie Wertungsrichter. 9,56 Punkte gab es für eine beinahe perfekte Übung. Sieben Hundertstelpunkte wurden jedoch abgezogen – vier wegen einer nur halb geturnten Übung, drei für einen kurzen Griff an den Boden. So musste sich der TVBS den TSV Salto Wattwil (9,60) vorbeiziehen lassen. Enttäuschung war aber Fehl am Platz. Wattwil – am KTF in Buttikon erhielten die Ostschweizerinnen am Stufenbarren die Maximalnote 10,00 – zeigte im Finale eine grossartige Leistung und hat den Sieg verdient. Buttikon-Schübelbach wiederum holte in diesem stark besetzten Wettkamp Rang zwei und die siebtbeste Getu-Note des gesamten Cups. Auch das zeigt: Das ETF kann kommen.

Bilder des Leuberg Cup gibt es hier.
Wer lieber Zahlen studiert – hier gibts die Ranglisten.

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