Am vergangenen Samstag schlossen sich der Turnverein, der Damenturnverein und die Männerriege bei der Fusionsversammlung im Gutenbrunnen zusammen.
Eine enge Beziehung pflegten die drei Vereine ja schon seit jeher. So organisierte man beispielsweise gemeinsame Events wie das jährliche Kränzli oder grössere Sportanlässe und auch für den Besuch von Turnfesten fügte man sich zusammen. Vermutlich war auch längst nicht jedem Aussenstehenden klar, dass die Turnfamilie Buttikon-Schübelbach in Wirklichkeit aus drei eigenständigen Vereinen bestand.
Verschiedene Anläufe
Die Fusion erfolgte nun rückwirkend auf den 01. April 2026 durch eine Absorption; der bestehende Turnverein nahm sowohl den Damenturnverein als auch die Männerriege in seine Struktur auf. Letztere beiden wurden formell aufgelöst. Der Weg dahin verlief jedoch keineswegs geradlinig. In den vergangenen 20 Jahren war eine Fusion zwischen dem TV und dem DTV wiederholt ein Thema, scheiterte jedoch jeweils an verschiedenen Bedenken innerhalb der Vereine. Auch beim aktuellen Anlauf zeigte sich, dass nicht alle Mitglieder von Beginn an überzeugt waren.
Insbesondere innerhalb der Männerriege regte sich zunächst Widerstand. So wurde an der letzten Generalversammlung im Januar die Fusion mittels Abstimmung abgelehnt. Auf Initiative engagierter Mitglieder wurde daraufhin eine sogenannte „Chropfleerete“ einberufen – ein offener Austausch, bei dem Sorgen, Kritikpunkte und Erwartungen ausführlich diskutiert werden konnte. Dieser Dialog erwies sich als entscheidend: In der anschliessenden ausserordentlichen Generalversammlung kam es zu einer erneuten Abstimmung, bei der sich die Männerriege schliesslich für den Zusammenschluss aussprach. Damit war der Weg frei für eine gemeinsame Zukunft.
Co-Präsidium
Insgesamt besteht der Turnverein nun aus 224 Aktiv- und Ehrenmitgliedern sowie aus 150 Kindern in den verschiedenen Jugendriegen. Ein stolzer Verein, welcher nun von einem Co-Präsidium angeführt wird. Die bisherige Präsidentin Ilona Schrepfer erhält nun mit Martin Müller einen erfahrenen Mann an ihre Seite. Müller stand dem Verein bereits schon einmal zehn Jahre lang als Präsident vor und ist sowohl in der Männerriege als auch beim DTV bestens vernetzt.
Zeichen für die Zukunft
Mit dem traditionellen Turnerlied zu Beginn erfolgte gleich ein Gänsehaut-Moment; denn wohl noch nie wurde eine Versammlung so stimmgewaltig eröffnet. „Mit der Fusion setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft. Wir bündeln unsere Kräfte, unser Wissen und unsere Leidenschaft“, führte Schrepfer fort. Gemeinsam sei man stärker, effizienter und besser aufgestellt. Die Fusion sei nicht das Ende eines Weges, sondern der Anfang eines neuen Kapitels. Es folgten die Wahlen des neuen Vorstandes sowie die Genehmigung von Statuten und Reglementen. Zum Schluss wandte sich Müller an die Versammlung, dass sich der neue Vorstand der grossen Herausforderung bewusst sei, die Arbeit mit viel Demut aufgenommen wird und bat auch um Nachsicht, sollten zu Beginn gewisse Fragen noch nicht geklärt sein. Mit der Fusionsversammlung wurde der gemeinsame Weg jedoch schon einmal ohne Probleme und mit viel Geselligkeit eingeläutet.


