Da wir dieses Jahr ein Vereinsjubiläum feiern, war auch unsere Turnfahrt etwas grösser als sonst. Statt zwei Tagen waren wir dieses Jahr gleich drei Tage unterwegs. Und das Beste: Die Teilnehmer wussten bis zum Schluss nicht, wohin die Reise geht. Das Ziel war eine Überraschung.
Schon im Vorfeld sorgte die angekündigte Temperatur von 23 Grad im Chat für einige Diskussionen. Schliesslich war lange Zeit Mallorca, oder kurz „Malle“, das grosse Wunschziel. Dass es dann doch etwas anderes werden würde, war also schnell klar.
Tag 1: Engadin
Am Morgen um 7.30 Uhr war Besammlung in Buttikon. Alle waren gespannt, wohin es gehen würde. Als plötzlich ein Car vorfuhr, war die Überraschung gross. Die Reise konnte beginnen!Unser Ziel war St. Moritz im Engadin. Während der Fahrt hatten die Organisatorinnen Laura und Ilona mehrere Schätzfragen vorbereitet. Für jede richtige beziehungsweise gute Schätzung gab es Punkte. Wer am Ende am meisten Punkte hatte, gewann die Turnfahrt. Wer am wenigsten Punkte hatte, durfte dafür die Turnfahrt im nächsten Jahr organisieren.In St. Moritz wurden wir vom Car ausgeladen. Von dort ging es zu Fuss Richtung Stazersee, weiter nach Pontresina und anschliessend ins Val Roseg. Die Wanderung war wunderschön. Wir kamen durch Wälder und entlang von blauen Flüssen und konnten die schöne Landschaft geniessen.Bei der Wanderung gingen die Meinungen allerdings etwas auseinander. Für die einen war es viel zu viel Wandern, für die anderen eher zu wenig. Und einige fanden, dass gewisse Personen etwas zu langsam unterwegs waren.Auf einem Kiesplatz machten wir eine Pause und stärkten uns. Die Männer hatten danach offenbar noch genug Energie und veranstalteten kurzerhand ein Steinheben und ein Stossduell. Danach wurde noch das offizielle „Stein-Boggia“ gespielt, bei dem weitere Punkte gesammelt werden konnten.Übrigens konnte man auch Punkte sammeln, wenn man ein Lied anstimmte. So wurde während der Reise immer wieder gesungen.Im Val Roseg angekommen, machten wir im Restaurant eine Pause. Dort wartete das bekannte, riesige Kuchenbuffet auf uns. Die Rückfahrt konnten wir zur Freude aller mit der Kutsche machen.In Pontresina holten uns Chauffeur Othmar und seine Begleiterin Barbara wieder ab und brachten uns zurück nach St. Moritz. Dort bezogen wir unsere Unterkunft in der Jugendherberge und assen gemeinsam zu Abend.Danach ging es noch ins Dorf, wo wir St. Moritz etwas unsicher machten. Der erste Tag war damit aber noch lange nicht zu Ende.
Tag 2: Mit dem Velo nach Meran
Am nächsten Morgen ging es mit dem Car weiter Richtung Südtirol. In Schlanders wurden wir ausgeladen und sattelten auf die Velos um. Unser Ziel war Meran.Auf dem Weg gab es mehrere Pausen mit verschiedenen Jause-Stationen. Ein Highlight war die Forster Brauerei. Da wir leider bereits vorher verraten hatten, dass wir dort vorbeikommen würden, nutzte eine Gruppe die Gelegenheit und raste im Eiltempo voraus. Das Ziel war klar: möglichst schnell in die Beiz und noch eine Runde Jass spielen. Am späteren Nachmittag ging es weiter zur Kellerei Meran. Dort bekamen wir eine interessante Führung und konnten anschliessend verschiedene Weine degustieren.Am Abend bezogen wir unsere Unterkunft und gingen gemeinsam essen. Danach stand der Ausgang auf dem Programm. Die Stimmung war super – leider war um 1 Uhr bereits Schluss.Der einzige Club im Ort musste wegen Vorfällen in der vorherigen Woche geschlossen bleiben. Die Enttäuschung war bei allen gross. Also wurde kurzerhand ein anderes Abendprogramm auf die Beine gestellt. Nach einigen Tischtennisrunden wurden auch noch die Weine getrunken, die wir eigentlich bei der Kellerei für zu Hause gekauft hatten.
Tag 3: Hitze, Dorf Tirol und Heimreise
Am dritten Tag wurde das Programm wegen der grossen Hitze kurzerhand angepasst. Statt zu Fuss nach Dorf Tirol zu laufen, nahmen wir die Bahn.Oben angekommen, konnte jeder selbst entscheiden: ab in die Beiz oder ins Freibad. Aufgrund der Planänderung blieb für das Freibad allerdings nur eine kurze Zeit.Danach gab es noch feine Platten mit Fleisch und Käse. Anschliessend fuhren wir mit dem „Bähndli“ wieder nach unten und machten uns mit dem Car auf den Heimweg.
Dank der vorgeschriebenen Pausen von Chauffeur Othmar mussten wir in Davos eine 45-minütige Pause einlegen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass uns diese Pause sogar sehr gelegen kam. Kurz danach standen wir nämlich lange im Stau.
Unsere heutigen Recherchen ergaben, dass die Strecke rund 4,5 Stunden gesperrt gewesen war. Hätten wir die Pause in Davos nicht gemacht, wären wir wohl noch deutlich länger im Stau gestanden. Manchmal hat also auch eine Zwangspause etwas Gutes!
Die Rangverkündigung
Natürlich durfte am Ende die Rangverkündigung nicht fehlen. Den Sieg der Turnfahrt holte sich Martin Müller. Herzliche Gratulation!Bei den drei Letztplatzierten – Anina, Corina und Wäde – konnte Wäde bereits vor der offiziellen Rangverkündigung für die Organisation der nächsten Turnfahrt gewonnen werden. Damit ist zumindest schon einmal geklärt, wer sich um die nächste Turnfahrt kümmern darf.
Ein grosses Dankeschön geht an unsere Organisatorinnen Laura und Ilona. Ihr habt eine abwechslungsreiche, lustige und unvergessliche Jubiläumsturnfahrt auf die Beine gestellt.
Es waren drei tolle Tage mit Wandern, Velofahren, Essen, Trinken, Singen, Spielen, Jassen und natürlich jeder Menge Spass.
Danke für die super Turnfahrt – wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr!